Kampf gegen rechte Attentäter: Fahndung durch „virtuelle Agenten“


Der Verfassungsschutz will Rechtsextremisten im Internet besser aufspüren – um mögliche Attentäter frühzeitig zu erkennen. Dafür setzt er verstärkt auf „virtuelle Agenten“.

Florian Flade, Georg Mascolo | tagesschau.de

Es gibt Verfassungsschützer, die mischen sich bei rechtsextremen Aufmärschen unter die Demonstranten. Andere observieren Islamisten, beobachten sie auf dem Weg in die Moschee oder versuchen, die Extremisten als Quellen, als sogenannte V-Leute, anzuwerben. Immer häufiger treiben sich Verfassungsschützer jedoch auch im digitalen Raum herum. Sie sind als „virtuelle Agenten“ in Internetforen unterwegs, in sozialen Netzwerken und auch in konspirativen Chatgruppen, in denen sich Extremisten austauschen, Hass und Hetze verbreiten – oder gar Anschläge planen.

Das Konzept, mit dem der Verfassungsschutz online auf die Suche nach potenziellen Terroristen und Gewalttätern geht, heißt „Operative Nutzung des Internets“ (ONI). Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und einige größere Landesbehörden setzen schon seit Jahren darauf. Deren Mitarbeiter dringen mit eigens dafür angelegten Profilen und Accounts tief in die virtuellen Netzwerke der extremistischen Szenen ein.

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