Bistümer überrascht von neuer Corona-Schutzverordnung in NRW

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Nur drei Tage Vorlauf hatten die Bistümer in Nordrhein-Westfalen, um zu Pfingsten alle Gottesdienstteilnehmer zu erfassen – ohne Rücksprache hatte die Landesregierung neue Regeln aufgestellt. Das kam nicht überall gut an.

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Für kirchliche Verhältnisse war die Kritik deutlich: „Wir haben unser Unverständnis darüber gegenüber der Staatskanzlei signalisiert, sowohl was den späten Zeitpunkt dieser Maßnahme als auch den nicht angemessenen Anlass betrifft“, schrieb der Generalvikar des Bistums Münster, Klaus Winterkamp, in einem Brief an seine Mitarbeiter zur neuen Corona-Schutzverordnung von Nordrhein-Westfalen.

Am Mittwoch vor Pfingsten wurden die Bistümer des Landes von einer neuen Fassung der Verordnung überrascht: Schon ab dem 30. Mai, dem Samstag derselben Woche, sollten die neuen Regeln gelten. Die größte Neuerung für Gottesdienste: Das Land schreibt nun eine „Rückverfolgbarkeit“ der Mitfeiernden vor. Waren zuvor nur „geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands“ in von den Religionsgemeinschaften selbst verantworteten Hygienekonzepten verlangt, müssen bei Gottesdiensten nun auch Namen, Adressen und Telefonnummern aller Beteiligten erhoben werden, „mit deren Einverständnis“, heißt es in der Verordnung. Die Bistümer seien darüber „nur informiert, nicht aber befragt worden“, klagt Winterkamp in seinem Brief.

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