Sars-CoV-2 zirkuliert auf niederländischen Nerzfarmen – Übertragung auf Menschen vermutet

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Hat das neuartige Coronavirus auf Pelzfarmen die Artengrenze überwunden? Ansteckungen auf niederländischen Nerzfarmen befeuern diese Debatte. Dort soll nun untersucht werden, ob befallene Nerzfarmen zum Risikofaktor in der Corona-Pandemie werden können.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

In engen Käfigen ohne Anregungen werden in Dänemark (hier eine Aufnahme aus Jyllinge, 2009), den Niederlanden und Polen Millionen von Tieren für die Pelzproduktion gehalten. Bob Strong / Reuters

Tausende Nerze auf niederländischen Zuchtfarmen sollen demnächst gekeult werden. Denn dort grassiert Sars-CoV-2. Noch ist es zwar nur eine sehr kleine Parallel-Epidemie zur grossen, weltweiten Pandemie. Doch die Behörden sehen offenbar ein zumindest minimales Risiko für Menschen. Denn auf mindestens zwei Farmen kam es im Mai allem Anschein nach zu einer Übertragung des Virus auf den Menschen.

Erstmals war das neue Coronavirus Sars-CoV-2 Ende April auf niederländischen Nerzfarmen entdeckt worden. Infizierte Tiere zeigten Symptome einer Atemwegserkrankung, verstorbene hatten eine Lungenentzündung. Zudem war die Sterblichkeit auf mindestens zwei Farmen leicht erhöht. Mittlerweile sei das Virus auf sechs Nerzfarmen an acht Standorten nachgewiesen worden, teilte das niederländische Landwirtschaftsministerium (LNV) am Montag mit. 

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