Was die „Keulen-Dinos“ im Kopf hatten


Keulenschwingende Panzerriesen – ihre spektakuläre Ausrüstung hat die Ankylosaurier berühmt gemacht. Nun haben Paläontologen einem Vertreter dieser Dinosaurier in den Kopf geblickt: Sie haben ein virtuelles 3D-Modell des Gehirns, der zerebralen Blutgefäße und des Innenohrs des Ankylosauriers Bissektipelta archibaldi erstellt. Wie sie berichten, geht aus den Strukturanalysen hervor, dass das Tier sein recht kleines Gehirn besonders effektiv kühlen konnte, einen extrem hochentwickelten Geruchssinn besaß und tieffrequente Töne hören konnte.

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Schädelrekonstruktion des Ankylosauriers Bissektipelta archibaldi (Bild: Kuzmin et al.)

Die Ankylosaurier waren eine ausgesprochen erfolgreiche Gruppe der Dinosaurier: Im Laufe der Kreidezeit eroberten sie weite Teile der Erde und fächerten sich in unterschiedliche Arten und Gattungen auf. Die Größe der verschieden Vertreter reichte von vier bis zu neun Metern. Ein wichtiges Erfolgsrezept der Ankylosaurier war ihre Wehrhaftigkeit. Um den Zähnen und Klauen der Raubsaurier zu entgehen, waren sie gut gerüstet: Ihre Körperoberseite war mit dicken Panzerungen und teils stachelartigen Strukturen bedeckt. Bei Angriffen schlugen sie außerdem mit ihrem langen Schwanz wie mit einer Keule um sich. Bei den meisten Arten besaß diese Waffe am Ende eine wuchtige Knochen-Verdickung, die für besonders intensive Schlagkraft sorgte. So konnten die „wandelnden Burgen“ waghalsigen Raubsauriern ein gebrochenes Bein verpassen.

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