Evangelikale Radios in den USA: In Trump we trust


Im konservativen Mississippi, im „Bible Belt“ hat US-Präsident Donald Trump viele Anhänger. Hier sitzt eine der führenden Organisationen der fundamentalistischen Evangelikalen und „missioniert“ per Radio. Doch „agitieren“ trifft es besser.

Arndt Peltner | Deutschlandfunk Kultur

Im letzten wie im jetzigen Wahlkampf setzt Trump auf die Evangelikalen als Unterstützer. (The Washington Post/ Getty Images/ Scott McIntyre)

„And now a warrior for the word of God and the constitution of the United States …“ 

So beginnt die Sendung „The Awakening“ von Bishop E. W. Jackson, ausgestrahlt auf dem Radionetzwerk „American Family Radio“ auf über 180 Stationen im ganzen Land. „American Family Radio“ gehört zur „American Family Association“, einer christlich-fundamentalistischen Organisation, die 1977 von Don Wildmon in Tupelo im Bundesstaat Mississippi gegründet wurde.

Das Ziel war – und ist – gegen die „Verwahrlosung Amerikas“, gegen die, wie sie sagen „Homosexualisierung der Gesellschaft“, gegen Pornografie und für die traditionellen christlichen Familienwerte einzutreten.

Vermischung von Religion und Politik

Mississippi ist ein konservativer Bundesstaat in den USA, mitten im „Bible Belt“, dem Bibelgürtel der Südstaaten.

Tupelo gilt in dieser Region als etwas liberaler. Bekannt ist die Kleinstadt vor allem als Geburtsort von Elvis Presley. An Elvis kommt man hier nicht vorbei: man begegnet ihm in Statuen und Gedenktafeln, in Bildern und Andenken.

Doch um Elvis Presley geht es weder bei der „American Family Association“ noch bei ihrem Radionetzwerk. Dort verbindet man ganz unverblümt Religion mit Politik.

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