Stückl: Antijudaismus kann vielleicht nie getilgt werden – „Beziehung verpestet“


Antijudaismus kann nach Worten des Spielleiters der Oberammergauer Passionsspiele, Christian Stückl, möglicherweise nie komplett aus dem weltbekannten Stück getilgt werden.

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„Wir haben es mit 2.000 Jahren christlichem Antijudaismus zu tun, der sehr stark in den Köpfen drin ist; und vielleicht übersehen wir auch selbst manche Dinge“, sagte Stückl im Interview der „Jüdischen Allgemeinen“.

Noch in den 1970er Jahren habe es darüber gar keine Gesprächsbereitschaft gegeben. „Ich aber war erst kürzlich wieder in New York und habe mich mit Rabbinern getroffen. Wir sind in der Diskussion, und das wirkt sich natürlich aus.“

Im Dialog bleiben

Kritik habe immer eine „Art von Berechtigung“. Über die Jahrhunderte habe es schwere Verletzungen gegeben, „wie eben die Überzeichnung bestimmter Figuren wie beim Hohepriester Kaiphas, an die wir eben jetzt noch mal rangegangen sind“, erklärte Stückl.

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