Frankreichs Innenminister verbietet Würgegriff


Damit reagiert Christophe Castaner auf zunehmende Wut in der Bevölkerung über Rassismus und Brutalität in der französischen Polizei.

Süddeutsche Zeitung

Foto: dpa. Der französische Innenminister Christophe Castaner will eine umstrittene Festnahmemethode, bei der der Verdächtige stranguliert wird, verbieten.

Frankreich will härter gegen Rassismus und Gewalt bei Polizeieinsätzen vorgehen. Eine umstrittene Festnahmemethode, bei der der Verdächtige stranguliert wird, solle nicht mehr angewendet werden, kündigte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner am Montag an. Der Würgegriff wird für zahlreiche Fälle von Ersticken verantwortlich gemacht. Er werde künftig auch an Polizeiakademien nicht mehr gelehrt. Eine weitere Polizeitechnik, die wegen möglicher Todesfolge ebenfalls in der Kritik steht, verbot Castaner nicht: das Ausüben von Druck auf den Brustkorb eines Verdächtigen.

Castaner räumte ein, dass rassistische Polizisten in Frankreich gebe und versprach, es werde künftig „null Toleranz“ für Rassismus in der Polizeitruppe geben.

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