Rollenden Mondfelsen auf der Spur


Riesige Brocken poltern die Hänge herab – Felsstürze ereignen sich offenbar nicht nur auf der Erde, sondern auch auf ihrem Trabanten. Dies dokumentiert nun die erste umfassende Karte der Spuren von Gesteinsabgängen auf dem Mond. Aus den Informationen geht hervor, dass die meisten Felsstürze durch Instabilitäten entstehen, die auf Asteroideneinschläge zurückzuführen sind. Einige scheinen aber auch die Folge von Mondbeben und des einstigen Vulkanismus zu sein, berichten die Wissenschaftler.

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Beispiel einer etwa 13 Meter breiten Spur eines Felssturzes auf dem Mond. Der Brocken hat sich von einem Vorsprung (rechts) gelöst und ist dann fast einen Kilometer gerollt (links). (Bild: NASA/GSFC/ASU)

Die fortlaufenden Verschiebungen in der Erdkruste, Beben und die Effekte von Wasser und Temperaturschwankungen machen irdisches Gestein brüchig, bis es schließlich den Halt verliert: Immer wieder kommt es in Bergregionen der Erde zu teils spektakulären Felsstürzen. In den Schweizer Alpen polterte beispielsweise 2015 ein riesiger Felsbrocken vom Gipfel des Mel de la Niva und schlug auf seinem Weg ins Tal eine 1,4 Kilometer lange Schneise in den Bergwald. Bereits in den 1960er Jahren zeigten Aufnahmen von unbemannten Sonden, dass auch auf dem Mond immer mal wieder Felsen ins Rollen kommen und dabei markante Strukturen im Untergrund hinterlassen. Während der späteren Apollo-Missionen haben dann auch Astronauten diese interessanten Stellen vor Ort untersucht.

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