Ursprung des Coronavirus Aufregung um angeblich geheime Studie


Medien berichten über eine vermeintlich brisante Studie zum Ursprung des Coronavirus. Diese sei geheim gehalten worden. Tatsächlich ist die Studie noch gar nicht veröffentlicht worden, sorgt aber für viel Kritik.

Patrick Gensing | tagesschau.de

Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet. | Bildquelle: dpa

„Ex-Geheimdienst-Chef über geheim gehaltene Studie: Wurde das Coronavirus doch im Labor erzeugt?“, fragt die „Bild“-Zeitung. Der „Cicero“ schreibt von einer bisher geheim gehaltenen britisch-norwegischen Studie und Vermutungen, das Virus sei nicht natürlich entstanden.

Hintergrund sind britische Medienberichte, in denen der ehemalige Chef des Geheimdienstes MI6 zitiert wird: Sir Richard Dearlove hatte in einem Podcast der Zeitung „The Daily Telegraph“ schwere Anschuldigungen gegen China erhoben und Reparationszahlungen wegen der Pandemie vorgeschlagen. Sir Richard bezog sich dabei wiederum auf eine Studie, aus der angeblich hervorgehe, dass das Virus in einem Labor fabriziert worden sei. Danach sei es wohl durch einen Unfall freigesetzt worden, spekulierte er.

Weltweite Aufmerksamkeit

Weltweit berichteten Medien über diese Anschuldigungen und die Studie, die angeblich beweise, dass das Virus in China künstlich erschaffen worden sei. Der Haken an der Sache: Die Studie selbst wurde bis heute gar nicht publiziert. Vielmehr veröffentlichten der Norweger Birger Sörensen und der Brite Angus Dalgleish ein Papier, in dem es um einen möglichen Impfstoff gegen Covid-19 geht: Biovacc-19. Diesen Impfstoff entwickeln die beiden Forscher selbst, und zwar in der Immunor AG, an der Sörensen beteiligt ist.

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