US-Republikaner protestieren gegen möglichen Truppenabzug aus Deutschland


Nach Berichten zu einem möglichen Abzug mehrerer Tausend US-Soldaten aus Deutschland haben republikanische Abgeordnete in den USA ihre Sorge ausgedrückt. „Wir glauben, dass solche Schritte die nationale Sicherheit der USA erheblich schädigen und die Position Russlands zu unserem Nachteil stärken würden“, heißt es in einem Brief an Präsident Donald Trump, den mehr als 20 Republikaner des Militärausschusses im Abgeordnetenhaus unterzeichneten.

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Die USA hat aktuell rund 34.500 Soldaten in Deutschland stationiert, Trump will diese auf rund 25.000 reduzieren. Foto: imago images / R. Wittek

Man glaube zwar, dass Nato-Verbündete wie Deutschland mehr zur gemeinsamen Verteidigung beitragen sollten, doch die Reduzierung der US-Soldaten in Europa könne zu „weiteren Aggressionen“ aus Moskau führen. Aus Sicht der Abgeordneten würde dies auch logistische Probleme mit sich bringen. Über Deutschland werden Truppen zu amerikanischen Militärstützpunkten in der ganzen Welt verlegt.

9.500 Soldaten weniger

Nach Medienberichten will Trump 9.500 der rund 34.500 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Eine offizielle Bestätigung aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon gibt es nicht. Der republikanische Präsident und der bisherige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatten bereits vergangenes Jahr mit einem Abzug gedroht – auch mit Blick auf die deutschen Militärausgaben, die trotz Erhöhung noch weit unter dem Nato-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen.