Bayerischer Kreuzerlass wird Fall für Verwaltungsgerichtshof


Nach heftigen Debatten trat vor zwei Jahren der Kreuzerlass der bayerischen Landesregierung in Kraft. Nun wird die Verordnung, nach der im Eingangsbereich aller Dienstgebäude in Bayern ein Kreuz hängen muss, ein Fall für den Verwaltungsgerichtshof.

katholisch.de

Zwei Jahre nach seinem Inkrafttreten wird der umstrittene Kreuzerlass der bayerischen Landesregierung ein Fall für den Verwaltungsgerichtshof im Freistaat. Ein entsprechendes Verfahren sei dort seit Ende vergangener Woche anhängig, berichteten am Mittwoch übereinstimmend mehrere Medien unter Verweis auf eine Gerichtssprecherin. „Das ist ganz frisch bei uns eingegangen“, so die Sprecherin wörtlich. Zuvor war bekannt geworden, dass das Verwaltungsgericht München 27 Klagen gegen den Erlass an die höhere Instanz verwiesen hatte.

Heftige Kritik auch aus den Kirchen

Im April 2018 hatte die bayerische Landesregierung auf Initiative des damals frisch ins Amt gekommenen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) entschieden, im Eingangsbereich aller Dienstgebäude des Freistaats ein Kreuz als „sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland“ aufhängen zu lassen. Trotz heftiger Kritik auch aus den Reihen der Kirchen trat der Erlass am 1. Juni 2018 in Kraft.

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