Covid-19: Frühe Gabe von Remdesivir hilft

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Das antivirale Mittel Remdesivir galt als Hoffnungsträger gegen Covid-19. Doch zur Enttäuschung vieler brachte es schwerkranken Patienten im Rahmen einer Studie nur wenig Linderung. Jetzt liefert eine Studie mit Rhesusaffen Indizien dafür, dass das Mittel doch wirken könnte – wenn man es früh genug gibt. Im Test sank die Virenlast in der Lunge der Affen schon zwölf Stunden nach der ersten Dosis um das 100-Fache, wie die Forscher berichten. Die mit Remdesivir behandelten Affen entwickelten zudem kaum Atembeschwerden und auch schwerere Schäden ihrer Lunge blieben aus.

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Bei Rhesusaffen hat sich Remdesivir als wirksam erwiesen. (Bild: Teka77/ iStock)

Bisher gibt es für die vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Krankheit Covid-19 kein wirksames Heilmittel. Patienten mit schweren Verläufen können nur unterstützend behandelt und mit Sauerstoff versorgt werden. Deshalb suchen Wissenschaftler weltweit nach Arzneimitteln, die die Virenvermehrung hemmen und schwere Krankheitsverläufe verhindern können. Ein vielversprechender Kandidat ist dabei der vom US-Pharmakonzerns Gilead ursprünglich gegen das Ebola-Virus entwickelte Wirkstoff Remdesivir. Dieser blockiert die Virenvermehrung, indem er verhindert, dass Kopien der viralen RNA vervollständigt werden. Weil dieses Mittel im Tierversuch auch gegen die mit Sars-CoV-2 verwandten Coronaviren Sars-CoV und Mers-CoV wirkte, hoffte man, ihn auch bei Covid-19 einsetzen zu können.

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