KSK-Elitesoldat: Aus Kandahar zu den Identitären


2002 stand ein KSK-Soldat im Verdacht, Murat Kurnaz misshandelt zu haben. Der Mann machte Karriere, wurde Verbindungsmann in den USA. Doch wegen Nähe zur Identitären Bewegung wurde er nun suspendiert.

Janina Findeisen | tagesschau.de

Kommando Spezialkräfte | Bildquelle: picture alliance / Franziska Kra

Seit Wochen werden neue Details rechtsextremistischer Umtriebe in der Elitetruppe Kommando Spezialkräfte (KSK) bekannt. SWR-Recherchen zeigen nun: Ein wegen seiner Nähe zur rechtsextremen Identitären Bewegung suspendierter Soldat spielte schon bei der mutmaßlichen Misshandlung von Murat Kurnaz in Afghanistan eine zentrale Rolle.

Nach SWR-Informationen handelt es sich bei dem Mann um einen Stabsfeldwebel. Vor einem Monat war er vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) als Rechtsextremist eingestuft und vom Dienst suspendiert worden. Grund: Er soll eine „große Nähe“ zur Identitären Bewegung haben, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird.

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