Rassismus – Auch die US-Kirche hat sich schuldig gemacht: Folgen der Sklaverei vergiften bis heute das Miteinander


Die Sklaverei gilt als die Ursünde Amerikas. Ihre Folgen vergiften noch heute das Miteinander in der Gesellschaft. Und die Kirche? Auch Priester, Bischöfe und Ordensgemeinschaften haben sich schuldig gemacht.

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Sonntagmorgen, elf Uhr – in dieser Stunde manifestiere sich die größte Trennung des christlichen Amerika. Das beobachtete Anfang der 1960er Jahre US-Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. Denn um diese Uhrzeit gingen und gehen die Menschen in die Kirche. Damals wie heute bevorzugen nicht nur Katholiken, sondern auch Protestanten den Gottesdienstbesuch in einer Gemeinde mit Menschen eines ähnlichen sozialen und ökonomischen Status. Noch immer ist die Gemeindezugehörigkeit auch massiv von der Hautfarbe bestimmt.

Im 21. Jahrhundert hat die katholische Kirche in den USA nicht nur den Kampf gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen aufgenommen. Ähnlich wichtig ist den Bischöfen heute der Kampf gegen Rassismus. Denn sie wissen, dass Priester, Bischöfe und Ordensgemeinschaften in früheren Jahrhunderten nicht nur Sklaven besessen haben, sondern auch aktiv in den Sklavenhandel verwickelt waren.

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