Norwegischer Moschee-Angreifer erhält höhere Strafe als Breivik


Ein Norweger, der im Vorjahr eine Moschee angegriffen und zuvor seine Stiefschwester getötet hatte, wurde zu 21 Jahren Verwahrung verurteilt.

Die Presse

Der Angeklagte am Donnerstag vor Gericht APA/AFP/NTB Scanpix/HAKON MOSVOL

Zehn Monate nach dem Moschee-Angriff in Norwegen ist der Täter zu 21 Jahren Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Das zuständige Bezirksgericht im norwegischen Sandvika bei Oslo sprach den 22 Jahre alten Angeklagten am Donnerstag wegen Terrorismus und Mordes schuldig. Wie Richterin Annika Lindström verkündete, beträgt die Mindestverwahrungsdauer für den Mann 14 Jahre.

Er muss zudem Entschädigung an die Betroffenen zahlen und die Gerichtskosten tragen. Damit erhielt der Mann eine höhere Strafe als der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik, der am 22. Juli 2011 bei Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet hatte. Er war zu 21 Jahren Verwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt worden. Zum Zeitpunkt des Urteilsspruchs war dies die Höchststrafe, zu der Breivik gemäß der norwegischen Gesetzeslage hatte verurteilt werden können. Später ermöglichte eine Gesetzesänderung, eine Mindestdauer von bis zu zwei Dritteln der Verwahrungsstrafe festzusetzen.

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