Warum Gebirge nicht in den Himmel wachsen


Viele Fachleute sind der Ansicht, dass die Erosion die maximale Höhe von Bergen begrenzt. Eine neue Studie kommt zu einem anderen Schluss.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Es gibt einen Grund, warum Berge so hoch sind wie sie sind. Im Bild der Morteratschgletscher in der Berninagruppe. Imagebroker/Robert Haasmann / http://www.imago-images.de

Die Hochgebirge der Erde bilden sich dort, wo Kontinentalplatten zusammenstossen. Bekannte Beispiele sind die Alpen, der Himalaja und die Anden. Doch ob die Kollision alleine die Höhe der Gebirge diktiert, ist nicht klar. Geologen diskutieren seit über hundert Jahren, welche Faktoren bestimmend sind.

Bis anhin vertraten viele Fachleute die Auffassung, dass neben den in der Erdkruste wirksamen Kräften auch die Erosion sehr bedeutsam ist. Während die Plattenkollision die Erdkruste anhebt, nagt die Erosion an der Oberfläche und reduziert so die Höhe wieder. Gestein wird nicht nur durch Wind und Wetter erodiert – für Hochgebirge ist vor allem das Abhobeln durch Gletscher relevant.

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