Indien verweigert US-Wächtern über Religionsfreiheit Einreise


„Befremdend“ und einer „Demokratie unwürdig“ ist nach Ansicht der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Weigerung Indiens, einem Experten-Team der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit Visa zum Besuch des Landes zu erteilen. Indiens Außenministerium begründet die Weigerung mit der Kritik der US-Kommission an mangelnder Regionsfreiheit im Land.

Vatican News

Gläubige Hindu beim Gebet am Fluss Ganges  (AFP or licensors)

Asiens größte Demokratie sollte sich einem Dialog über Defizite im Umgang mit religiösen Minderheiten stellen“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. Die um Einreise bittende US-Kommission sei mit ihrem alljährlich erscheinenden Bericht zum Stand der Religionsfreiheit eine weltweit anerkannte und führende Instanz bei der Bewertung des Rechts, seinen Glauben zu praktizieren. „Wer den Dialog mit der unabhängigen Kommission verweigert, die dem US-Außenministerium beigeordnet ist, setzt sich auf eine Ebene mit Staaten, die Religionsfreiheit systematisch verweigern“, kritisierte Delius.

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