Philipp Amthor und die New Yorker Firma Augustus Intelligence


Er gilt als Nachwuchshoffnung der CDU und will Parteichef in Mecklenburg-Vorpommern werden. Nun sieht sich der 27-Jährige schweren Vorwürfen ausgesetzt.

Paul Gäbler | DER TAGESSPIEGEL

Philipp Amthor, zweitjüngstes Mitglied des Deutschen Bundestages, soll Lobbyarbeit betrieben haben.Foto: imago images/photothek

Philipp Amthor (CDU) hat einen Senkrechtstart in der Politik erlebt. 2017 wurde er als jüngster Direktkandidat für den Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte I CDU in den Bundestag gewählt.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der 27-Jährige als einziger Bewerber für den Vorsitz der Landes-CDU in Mecklenburg-Vorpommern kandidieren würde. Jetzt hat Amthor einen waschechten Skandal am Hals.

Laut einem Bericht des „Spiegel“ soll er mit einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Lobbyarbeit für das Unternehmen Augustus Intelligence betrieben haben. Vom Erfolg der New Yorker Firma habe Amthor womöglich sogar persönlich profitiert.

Der Entwurf des Schreibens, der dem Magazin nach eigenen Angaben vorliegt, wurde im September 2018 auf dem Briefpapier des Deutschen Bundestags verfasst und kursierte vor Versenden im Unternehmen. Darin lobte Amthor das Start-up und bat Altmaier um politische Unterstützung.

Das Schreiben ging am 2. Oktober im Wirtschaftsministerium ein. Bereits Mitte 2018 hieß es in interner Kommunikation der Firma, dass der Politiker „gut für uns“ sein werde.

weiterlesen