Religiotie: Dodo Spahn bittet Kirchen um Mithilfe bei Neuregelung der Suizidassistenz


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn möchte das Recht auf assistierten Suizid regulieren, nachdem das Bundesverfassungsgericht im Februar das Verbot organisierter Sterbehilfe gekippt hatte. Doch gegen sein Vorgehen regt sich Protest.

evangelisch.de

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) arbeitet an einer gesetzlichen Regulierung für das Recht auf assistieren Suizid. In einem Brief an Ärztevertreter, Verbände und Kirchen bittet der Minister um Vorschläge für Eckpunkte einer Neuregelung, wie der „Spiegel“ in einer Vorabmeldung vom Freitag berichtete. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz bestätigten dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass ihnen der Brief vorliege. Am Vorgehen des Ministers wurde am Freitag auch Kritik laut.

Hintergrund für Spahns Vorstoß ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Ende Februar. Die Richter in Karlsruhe hatten das seit 2015 geltende Verbot organisierter Hilfe beim Suizid gekippt. Die Vorschrift sei mit dem Grundgesetz unvereinbar, hatte das höchste deutsche Gericht erklärt. Es sei dem Gesetzgeber aber nicht untersagt, die Suizidhilfe zu regulieren.

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