US-Regierung nimmt Schutz von Trans-Personen zurück


Mitten im Pride-Monat beschloss die Trump-Regierung künftig nur noch „männlich oder weiblich und wie von der Biologie bestimmt“ als Geschlechtsidentitäten zuzulassen

DERSTANDARD

Während in den USA freidlich für die Rechte der LGBTIQ-Community demonstriert wird, werden sie von der US-Regierung beschnitten. Foto: AP / John Amis

Die US-Regierung hat eine von Ex-Präsident Barack Obama geschaffene Regelung zum Schutz von Trans-Personen vor Diskriminierung im Gesundheitswesen zurückgenommen. Die Obama-Regierung hatte die Definition von Geschlecht 2016 über das biologische Geschlecht hinaus ausgeweitet, um alle Geschlechtsidentitäten zu erfassen. Das Gesundheitsministerium erklärte am Freitag, die Regierung werde nun zur Interpretation des Wortes „Geschlecht“ als „männlich oder weiblich und wie von der Biologie bestimmt“ zurückkehren. Die Bezeichnung „transgender“ ist damit nicht mehr möglich.

Heftige Kritik von Transgender-Organisationen und Demokraten

Transgender bezeichnet Menschen, die sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren, es deshalb wechseln oder jede Einordnung als Mann oder Frau ablehnen. Das Nationale Zentrum für die Gleichstellung von Transgendern bezeichnete die Entscheidung der Trump-Regierung als „grausam“ und „verachtenswert“. Ärzte und Versicherer könnten in der Folgen Trans-Personen die Versorgung verweigern, hieß es in einer Mitteilung.

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