Erdkruste statt Ursuppe?


Gesteins-Poren als Brutstätte des Lebens: Die ersten zellähnlichen Gebilde könnten tief unter der Erdoberfläche entstanden sein – in den wassergefüllten Poren des Krustengesteins. Hinweise darauf liefert ein Experiment, in dem sich aus Lösungsmittel, Wasser und Peptiden von allein membranumhüllte Bläschen bildeten. Diese entwickelten sich weiter und nahmen mehr und mehr die Merkmale stabiler Zellhüllen an. Vereint mit replikationsfähigen Biomolekülen könnten sie erste Zellen ermöglicht haben.

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In einer Hochdruckkammer (Bild) haben Forscher die Bedingungen im Urgestein nachgestellt – und zellähnliche Vesikel produziert. © C. Mayer, CENIDE/UDE

Wo das erste Leben entstand, ist noch immer strittig. Weil die klassische „Ursuppe“ – der freie Urozean – wahrscheinlich nicht die passenden Bedingungen bot, favorisieren Forscher inzwischen geschütztere Lebensräume. Unter diesen sind hydrothermale Schlote, heiße Tümpel an Land oder auch wassergefüllte Poren in Vulkangestein, Ton oder Schichtsilikaten. Auch Einschlagskrater früher Asteroiden und Kometen werden diskutiert.

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