Rechtsradikale randalieren im Zentrum Londons und „schützen“ Churchill mit Hitlergruß

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Unter dem Vorwand, Statuen in London vor Angriffen der Black Lives Matter-Bewegung zu schützen haben Rechtsradikale in London randaliert. Hundert wurden festgenommen

DERSTANDARD

Rechte Demonstranten traten in London unter dem Vorwand auf, sie wollten Staturen schützen. Vor allem lieferten sie sich aber Auseinandersetzungen mit der Polizei. Foto: EPA / Vickie Flores

Gewalttätige Ausschreitungen auf den Straßen, schwere Versäumnisse im Kampf gegen das Corona-Virus, Unklarheit über die geltenden Bestimmungen im Lockdown – die konservative Regierung von Premier Boris Johnson stand nach einem schwierigen Wochenende unter Druck aus der eigenen Partei, von Opposition und Medien. Am Samstag nahm die Londoner Polizei mehr als 100 Rechtsradikale fest, die im Zentrum der Hauptstadt randaliert hatten. Führende konservative Hinterbänkler und Kommentatoren fürchten, Johnson habe die Lage auf der Insel „nicht richtig im Griff“.

Am Tag danach zeugten nur noch die Metallkäfige um drei Statuen am Parliament Square und einige Pferdeäpfel von den blutigen Auseinandersetzungen, bei denen sechs Polizisten verletzt wurden. Die Rechtsradikalen, organisiert in winzigen Splitterparteien und mobilisiert über die sozialen Medien, begründeten ihre Randale mit Empörung über die jüngsten Angriffe auf Denkmäler in diversen britischen Städten. Sie hielten ihre Kundgebung, die vorgeblich dem Schutz der Monumente zeitgleich mit einem Marsch der Black Lives Matter Bewegung ab. Dieser wurde später aus Sicherheitsgründen ganz abgesagt, einzelne Aktivistinnen und Aktivisten versammelten sich dennoch im Hyde Park.

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