Verurteilter Priester aus Belgien in der Schweiz aufgegriffen: In Gewahrsam genommen


Ein in Belgien wegen Missbrauch verurteilter Priester ist in der Schweiz von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Sie war durch einen Zeitungsartikel auf ihn aufmerksam geworden, wie die Zeitung „La Croix“ berichtete.

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Der Priester gehört demnach der traditionalistischen Piusbruderschaft an. Er sei 2017 wegen Missbrauchs eines neunjährigen Jungen in einem Brüsseler Internat der Piusbruderschaft zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Fälle ereigneten sich 2010 und 2011.

Ruhestand im Wallis

Nur zwei Jahre der fünfjährigen Strafe waren laut dem Bericht auf Bewährung ausgesetzt. Der Priester musste demnach dennoch bislang nicht ins Gefängnis. Nach der Verurteilung habe er seinen Ruhestand im Schweizer Kanton Wallis angetreten, wo ihn nun die Polizei aufgegriffen habe.

Medienberichten zufolge hatten administrative Probleme bei der Übergabe der Daten von Belgien in die Schweiz dazu geführt, dass der Mann seine Strafe bislang nicht verbüßen musste.