Inzest in der Steinzeit-Elite


Privileg der Elite: Für die Eliten der steinzeitlichen Megalith-Kultur war Inzest offenbar kein Tabu – im Gegenteil. Ähnlich wie die ägyptischen Pharaonen könnten sie ihren Herrschaftsanspruch durch Geschwisterehen gestützt haben. Belege dafür liefert nun ein Toter aus dem berühmten Ganggrab von Newgrange in Irland. Den DNA-Analysen zufolge waren seine Eltern entweder Geschwister oder Elternteil und Kind, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Das Ganggrab von Newgrange ist eins der berühmtesten Bauwerke der Megalith-Ära. Jetzt enthüllt ein Toter aus diesem Grab Überraschendes über die damalige Gesellschaft. © Ken Williams, shadowsandstone.com

Ob Stonehenge, Dolmen oder Ganggräber: In der Zeit vor 6.500 bis 4.500 Jahren entstanden in Westeuropa tausende von monumentalen Stein-Heiligtümern und Grabanlagen. Viele dieser Bauten sind nach astronomischen Bezügen hin ausgerichtet und dienten wahrscheinlich rituellen Zwecken. Archäologen gehen davon aus, dass diese Megalith-Kultur von steinzeitlichen Seefahrern entlang der Küsten verbreitet wurde.

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