Nur echtes Fluchen lindert den Schmerz


Anstößige Linderung: Kräftiges Fluchen kann unsere Schmerztoleranz um rund ein Drittel erhöhen – und damit Schmerzen subjektiv lindern. Das aber funktioniert nur mit echten Fluchwörtern, wie ein Experiment nun enthüllt. Dabei hielten die Probanden einen Kälteschmerz länger aus, wenn sie „Fuck“ rufen durften. Neu geschaffene Fluchwörter wie „Fouch“ oder „Twizpipe“ blieben dagegen wirkungslos.

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Fluchen hat einen positiven Effekt auf unsere Schmerztoleranz – aber warum? © HStocks/ iStock

Schon als Kinder lernen wir, dass bestimmte Wörter unanständig sind: „Das sagt man nicht!“, heißt es dann. Trotzdem ist die Nutzung solcher Flüche in nahezu allen Sprachen und Kulturen verbreitet – möglicherweise aus gutem Grund. Denn der sprachliche Tabubruch gilt als unbewusstes, aber probates Mittel, um Stress zu senken und Angst oder Schmerz zu dämpfen. Tatsächlich belegen Experimente, dass das Fluchen den subjektiv empfundenen Schmerz lindern kann und die Schmerztoleranz erhöht.

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