US-Bischöfe lehnen Urteil zu LGBTQ-Diskriminierungsverbot ab


Ein Urteil des obersten US-Verfassungsgerichts weitet für Millionen LGBTQ-Angehörige den Schutz am Arbeitsplatz aus. Vor allem konservative Kirchenvertreter üben daran scharfe Kritik. Auch der US-Bischofskonferenz schmeckt das Urteil nicht.

Bernd Tenhage | katholisch.de

Die überraschend deutliche „6 zu 3“-Entscheidung des US-Verfassungsgerichts zum Diskriminierungsverbot von sexuellen Minderheiten am Arbeitsplatz alarmiert konservative Kirchenführer in den USA. Von der katholischen Bischofskonferenz über den Ethikrat der Southern Baptist bis hin zu den Evangelikalen wird die Sorge vor weitreichenden Konsequenzen des Urteils für die Religionsfreiheit geteilt. Dabei ging es in dem Verfahren vor dem Supreme Court ausdrücklich nicht um eine Abwägung der Selbstbestimmung religiöser Gemeinschaften mit den Grundrechten von Individuen im Rahmen der Verfassung.

Paragraf 7 des „Civil Rights Act“ von 1964 verbietet eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Die Anwälte der Kläger argumentierten in den beiden Fällen „Bostock v. Clayton County“ und „Altitude Express Inc. v. Zarda“, der Gesetzgeber habe lediglich Frauen oder Männer vor Diskriminierung am Arbeitsplatz schützen wollen.

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