Rassismusvorwürfe gegen Frauenrechts-NGO


Die Präsidentin der weltweit tätigen, einflussreichen Gruppe „Women Deliver“ mit Sitz New York entschuldigt sich für massives Fehlverhalten und kündigt eine Untersuchung an. Es geht auch um einen angeblichen „weißen Erlöserkomplex“ und „falschen Feminismus“.

Die Presse

Gegen eine NGO mit Sitz New York erhebt sich Protest wegen angeblichen Rassismus. (Symbolbild) APA/AFP/THOMAS KIENZLE

Inmitten der in vielen Ländern geschürten Empörungswelle wegen Rassismus- und Diskriminierungsvorwürfen ist nun eine international tätige Frauenrechtsorganisation unter Beschuss gekommen. Der Gruppe „Women Deliver“ mit Sitz New York wird demnach eine „toxische Kultur von Rassismus“ im Unternehmen vorgeworfen.

Die Vorwürfe erheben mehr als 100 frühere und aktuelle Mitarbeiter der NGO mit Sitz New York und andere Aktivisten. So behaupten vor allem schwarze frühere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, sie seien in der Organisation diskriminiert worden und auch unterrepräsentiert.

Tatsächlich räumte die Präsidentin von Women Deliver, Katja Iversen (50), Berichten vom Mittwoch zufolge Fehler ein. Sie entschuldigte sich, übernahm die Verantwortung und versprach eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe. „Wir haben uns nicht an unsere eigenen Werte gehalten“, schrieb sie, „und ich bedauere zutiefst den Schmerz und das Trauma, das gegenwärtige und frühere Mitarbeiter erlebt haben.“

weiterlesen