„The Thing“: Forscher finden in der Antarktis das zweitgrößte Ei der Welt


Schwarzen Humor bewiesen chilenische Forscher, als sie 2011 in der Antarktis den Überrest einer unbekannten Lebensform entdeckten und ihm den Spitznamen „The Thing“ gaben. John Carpenters gleichnamiger Horrorfilm aus dem Jahr 1982, basierend auf einer Kurzgeschichte aus den 1930er Jahren, dreht sich um den Fund eines tiefgefrorenen Aliens in der Antarktis.

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„The Thing“ ist das größte jemals entdeckte weichschalige Ei. Übertroffen wird es nur von hartschaligen Exemplaren aus Madagaskar. Foto: AFP/CHILEAN NATIONAL MUSEUM OF NATURAL HISTORY

Das entpuppt sich als mörderischer Gestaltwandler und bringt seine Entdecker der Reihe nach um.

Das reale Objekt, das auf Seymour Island vor der Küste der Antarktischen Halbinsel ausgegraben worden war, behielt seine Form allerdings bei. Und die ähnelte einem Football, dem jemand die Luft ausgelassen hat: grundsätzlich eiförmig, auf einer Seite plattgedrückt und mit zahlreichen Runzeln überzogen.

Das 29 x 20 Zentimeter große Objekt gab zunächst Rätsel auf. Doch nun berichtet ein Team um die Paläontologen Julia Clarke und Lucas Legendre von der University of Texas im Fachjournal „Nature“, dass es sich um ein 66 bis 68 Millionen Jahre altes Ei handelt. Und nicht nur das, es ist das zweitgrößte Ei, das man jemals entdeckt hat. Es übertrifft damit sogar die Gelege der gewaltigen Sauropoden des Erdmittelalters.

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