Machtkampf in der AfD: Ex-„Flügel“ nimmt Meuthen ins Visier


Auf dem AfD-Konvent greifen Vertreter des ehemaligen „Flügels“ Parteichef Meuthen an. Eine eidesstattliche Versicherung, die NDR und WDR vorliegt, widerspricht Meuthen-Darstellungen zur Spendenaffäre.

Sebastian Pittelkow, Katja Riedel | tagesschau.de

Jörg Meuthen, AfD | Bildquelle: CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Eigentlich sollte es bei dem Konvent der AfD in Sachsen um die Zukunft der Partei nach Auflösung des rechten „Flügels“ gehen. Doch das Treffen gerät nach Informationen von NDR und WDR zum Schauplatz einer Revanche.

Einflussreiche Vertreter des inzwischen aufgelösten „Flügels“ haben noch eine Rechnung mit Parteichef Jörg Meuthen offen. Der hatte sich zunächst für eine Auflösung des „Flügels“ stark gemacht, dann für eine Parteispaltung. Zuletzt plädierte er für den Partei-Rauswurf von „Flügel“-Organisator Andreas Kalbitz.

Meuthens wunder Punkt

Erst am Freitag hatte sich Kalbitz vorerst in seine Partei zurückgeklagt – bis auf Widerruf durch ein Parteigericht. Und doch hatte er in den vergangenen Wochen wohl eifrig seine Rückkehr vorbereitet. Hinter den Kulissen soll Kalbitz längst wieder zur Spitze einer mächtigen „Flügel“-nahen Gruppe gehören.

Kalbitz und Co. sorgten offenbar dafür, dass sich Meuthen am Mittag beim Konvent erneut seinem empfindlichsten Punkt stellen musste: der Wahlkampfhilfe der Schweizer Werbeagentur Goal AG, die an mehreren Stellen in fragwürdige Parteispenden zugunsten der Partei verstrickt ist und auch hinter unzulässigen Hilfen zugunsten Meuthens im Jahr 2016 stand.

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