Skandal um Geheimnisverrat bei MAD weitet sich aus


Einige Soldaten der Eliteeinheit KSK sollen regelmäßig mit Dienstgeheimnissen aus dem Militärischen Abschirmdienst versorgt worden sein.

Florian Flade, Georg Mascolo, Ronen Steinke | Süddeutsche Zeitung

Foto: dpa. Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) trainieren den Häuserkampf und eine Geiselbefreiung.

Der Skandal um den Verrat von Dienstgeheimnissen aus dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) an Soldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK) weitet sich offenbar aus. Nach Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR sollen mindestens acht KSK-Soldaten offenbar regelmäßig unberechtigerweise über Ermittlungsinterna aus dem MAD informiert worden sein.

Offenbar hatte mindestens ein KSK-Mann die vertraulichen Informationen von einem Oberstleutnant des MAD erhalten und dann innerhalb der Truppe weitergegeben. Der Bundeswehrgeheimdienst hat seine Ermittlungen dazu nun ausgeweitet. Am Freitag waren auch Parlamentarier in einer geheimen Sitzung darüber informiert worden.

„Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich zu den laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben machen kann“, teilte ein Sprecher des MAD zu den neuen Entwicklungen mit.

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