Chagas-Wanzen könnten sich auch in Europa einleben


Die krankheitsübertragenden Insekten stammen aus Südamerika – kämen laut einer neuen Studie aber auch gut mit mediterranem Klima zurecht

DERSTANDARD

Möge sie keinen Einlass finden: die Wanze Triatoma infestans. Foto: Dorian Dörge

Über 3.000 Wanzenarten haben auf unserem Kontinent ihre natürliche Heimat, ob in Wäldern, auf Wiesen … oder mitunter leider auch in unseren Betten. Trotz dieser Vielfalt an Spezies und Lebensweisen scheint aber immer noch genug Platz genug zu sein, dass eine der geschätzt 37.000 außereuropäischen Wanzenarten dazustößt. Als besonders lästige Invasorin hat sich in den vergangenen Jahren etwa die als Stinkwanze berüchtigte Marmorierte Baumwanze erwiesen.

So lästig – und für die Landwirtschaft schädlich – die aus Ostasien stammende Stinkwanze aber auch ist, ein paar ihrer entfernten Verwandten aus Südamerika wollen wir in Europa noch viel weniger haben. Raubwanzen, die so wie die uns vertrauten Bettwanzen Blut saugen, übertragen dort nämlich die Chagas-Krankheit, die im Ernstfall gravierende gesundheitliche Probleme verursachen kann.

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