Erste Weichen für 100-Kilometer-Ringbeschleuniger am Cern gestellt


Am Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf wurde heute die künftige europäische Strategie für Teilchenphysik beschlossen. Geplant ist nicht nur, mit künftiger Infrastruktur das 2012 entdeckte Higgs-Teilchen genauer zu untersuchen als bisher.

Tanja Traxler, David Rennert | DERSTANDARD

Auch die ersten Weichen für einen möglichen Nachfolger des weltgrößten Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) wurden gestellt: Die Strategie zielt auf die mögliche Errichtung eines neuen Ringbeschleunigers ab, der die siebenfache Energie des LHC erreichen kann. Die Strategie wurde einstimmig und dem Vernehmen nach recht enthusiastisch von allen Repräsentanten der Cern-Mitgliedstaaten angenommen.

Die Strategie gibt zwei wissenschaftliche Ziele mit höchster Priorität aus: Einerseits soll das Higgs-Teilchen genauer untersucht werden, andererseits sollen Teilchenkollisionen mit noch höheren Energien erzeugt und analysiert werden. Beide Vorhaben sind als komplementäre Ansätze zu verstehen, um physikalische Erkenntnisse jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik zu gewinnen. Dabei geht es etwa um die rätselhafte Dunkle Materie oder Hinweise auf Supersymmetrie, die das Standardmodell der Teilchenphysik ablösen könnte.

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