Solo-Selbständige in der Coronakrise: Kaum Reserven, schlecht versichert, jetzt hilfsbedürftig


Viele Solo-Selbständige zahlen nicht in die Sozialsysteme ein. Nach Corona wird über eine neue Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu reden sein. Eine Kolumne.

Ursula Weidenfeld | DER TAGESSPIEGEL

Solo-Selbständige sind hart getroffen von der Coronakrise – viele sind auf Hartz IV angewiesen.Foto: picture alliance/dpa

Sie sind die großen Verlierer. Fast drei Millionen Menschen in Deutschland arbeiten als Solo-Selbstständige. Viele von ihnen haben seit März nichts zu tun. Sie haben kein Einkommen mehr. Die meisten von ihnen haben sich nicht gegen Einkommensausfälle abgesichert.

Für sie rächt sich jetzt, dass es bis heute keine Regelung gibt, wie Selbstständige vorsorgen sollen. Nun müssen viele mit Hartz IV, Betriebs- und Mietkostenzuschüssen auskommen. Von der Stärke des Sozialstaats in der Krise profitieren sie kaum. Kein Wunder, dass sie das entwürdigend finden.

Für Corona können sie nichts. Die Pandemie ist ein Risiko, das alle Bürger trifft. Dagegen gibt es nur eine Versicherung: Das ist die Allgemeinheit, es ist der Staat.

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