Homo-„Heilung“: Evangelische Allianz gibt Ratgeber zur Umgehung des Verbots heraus


Der evangelikale Dachverband meint, dass Jugendliche und Erwachsene weiter „ergebnisoffen“ zu ihrer Sexualität und zu Glaubenssätzen wie Enthaltsamkeit beraten werden können – solange kein Zwang ausgeübt werde.

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Symbolbild. QUEER.DE

Teile der evangelischen Kirche werden wohl auch nach dem Verbot von Homo-„Heilung“ versuchen, auf Menschen einzuwirken, ihre Homosexualität mindestens nicht auszuleben. Nicht anders lässt sich eine Handreichung verstehen, die der evangelikale Dachverband Evangelische Allianz nun zum „Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen“ vorgelegt hat.

Das in Kürze in Kraft tretende Gesetz (PDF) war im Mai im Bundestag beschlossen und im Juni im Bundesrat abgenickt worden. Strafrechtlich verboten wird die Durchführung von Behandlungen, „die auf die Veränderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung oder der selbstempfundenen geschlechtlichen Identität gerichtet sind“, wenn es sich um Jugendliche oder Erwachsene mit einem Willensmangel handelt. Über die Kritik an der Altersgrenze und an einer Strafausnahme für Erziehungsberechtigte setzte sich die Regierung ebenso hinweg wie bei Ausnahmen beim Verbot vom Bewerben, Anbieten oder Vermitteln entsprechender Angebote, für das ein Bußgeld angedroht wird.

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