Deutschland Mehr Opfer weiblicher Genitalverstümmelung


Die Fälle von Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen sind in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Familienministerin Giffey rief dazu auf, diese „furchtbare Menschenrechtsverletzung“ anzuzeigen.

tagesschau.de

Ministerin Franziska Giffey und Fadumo Korn, Vorsitzende von „NALA e.V. Bildung statt Beschneidung“ zeigen ein Plakat einer Unterschriftensammlung gegen Genitalverstümmelung | Bildquelle: dpa

Immer mehr Mädchen und Frauen in Deutschland sind von Genitalverstümmelung betroffen. Ihre Zahl sei von rund 50.000 im Jahr 2017 auf aktuell etwa 68.000 gestiegen, sagte die Bundesministerin für Frauen und Familien, Franziska Giffey. Sie stellte die neue Untersuchung zu dem Thema in Berlin vor.

Schätzungsweise seien rund 2800 bis 14.900 Mädchen in Deutschland zudem davon bedroht, an ihren Genitalien verstümmelt zu werden, sagte Giffey. Es handele sich um eine „archaische, furchtbare Menschenrechtsverletzung“, die schwerwiegende körperliche und psychische Schäden verursache.

Fadumo Korn, Vorsitzende von „NALA e.V. Bildung statt Beschneidung“, überreichte Giffey eine Petition mit rund 125.000 Unterschriften gegen Genitalverstümmelung.

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