Schwarzes Loch zerreißt Stern – Forscher schauen zu


Ein schwarzes Loch zieht alles an, was ihm zu nahe kommt. Nun konnten Forscher erstmals beobachten, wie ein schwarzes Loch einen Stern zerreißt.

Tanja Banner | Frankfurter Rundschau

For the first time, NASA’s planet-hunting Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) watched a black hole tear apart a star from start to finish, a cataclysmic phenomenon called a tidal disruption event.

Ein schwarzes Loch ist so massereich, dass es eine sehr starke Anziehungskraft entwickelt, der nichts entkommen kann. Was einem schwarzen Loch zu nahe kommt, wird unweigerlich angezogen und irgendwann verschluckt. Auch Sterne sind nicht davor gefeit. Kommt ein Stern einem schwarzen Loch zu nahe, zerreißt es den Stern förmlich. Das Phänomen nennt sich „Tidal Disruption Event“, Gezeiten-Sternzerrissereignis. Dabei verlässt ein Teil der Materie das Gravitationsfeld des Sterns und bildet eine so genannte Akkretionsscheibe um das schwarze Loch – die Materie des Sterns rotiert als Scheibe um das schwarze Loch und wandert dabei langsam Richtung Zentrum.

Mit Hilfe des Nasa-Weltraumteleskops „TESS“ ist es Forschern erstmals gelungen, ein solches Phänomen fast von Anfang an zu beobachten. Ende Januar spürte das robotische Teleskopnetzwerk „ASAS-SN“ einen solchen Vorgang auf und meldete ihn. Sofort richteten Forscher weitere Teleskope aus, um möglichst viele Daten von dem seltenen Ereignis zu sammeln. Dabei stellte sich heraus, dass „TESS“, ein Weltraumteleskop, das seit Juli 2018 im Betrieb ist, die Region und das Ereignis bereits seit einiger Zeit beobachtete. Da „TESS“ nur alle zwei Wochen Daten zur Erde schickt, die dann erst verarbeitet werden müssen, erfuhr man erst spät, welchen Datenschatz das Teleskop gesammelt hatte.

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