Zellumwandlung gegen Parkinson?

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Parkinson ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung – und auch bei ihr gehen fortschreitend Hirnzellen zugrunde. Doch nun macht ein Experiment mit Mäusen Hoffnung: Forschern ist es gelungen, in dem von Parkinson betroffenen Hirnareal dieser Tiere neue Hirnzellen wachsen zu lassen. Ausgelöst wurde diese Regeneration durch Einschleusen eines DNA-Fragments, das die Umwandlung der im Gehirn reichlich vertretenen Astrozyten – eine Art Nähr- und Begleitzellen – in Neuronen anstößt. Die neuen Neuronen bildeten den Hirnbotenstoff Dopamin und machten so die Parkinsonsymptome der Mäuse rückgängig.

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Die Parkinson-Krankheit entsteht, weil in einem unter anderem für Bewegungen und die Muskelkoordination zuständigen Hirnbereich, dem sogenannten Substantia nigra, Hirnzellen zugrunde gehen. Weil diese Neuronen normalerweise den Hirnbotenstoff Dopamin produzieren, führt dies im Laufe der Zeit zu immer ausgeprägteren Störungen und Ausfallerscheinungen. Typisch sind neben dem Ruhezittern der Arme und Hände auch steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen und Schmerzen. Auch kognitive Ausfälle und Stimmungsveränderungen gehören zu den Folgen. Bisher gibt es kein Heilmittel, das das Fortschreiten der Krankheit stoppen oder sogar die Verluste der Neuronen rückgängig machen könnte. Allerdings können Therapien wie die Gabe von dopaminhaltigen Mitteln oder eine tiefe Hirnstimulation durch Elektroden zumindest die Symptome lindern. Diese Behandlungen wirken aber meist nur für einen beschränkten Zeitraum und können die fortschreitende Zerstörung der Hirnzellen in der Substantia nigra nicht aufhalten.

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