Spaniens Angst vor dem Virus im Schlauchboot


Seit kurzem wagen wieder mehr Migranten den gefährlichen Weg über das Mittelmeer. In Spanien wächst die Sorge, sie könnten das eben erst unter Kontrolle gebrachte Virus aufs Neue einschleppen.

Hans-Christian Rössler | Frankfurter Allgemeine Zeitung

32 von der spanischen Küstenwache gerettete Migranten gehen in Fuerteventura an Land. Bild: EPA

Die Grenzen in Nordafrika sind immer noch geschlossen. Doch die überfüllten Schlauchboote machen sich wieder auf den gefährlichen Weg. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie schien der Strom von Migranten über das Mittelmeer zunächst zu versiegen. Doch diese Zeiten sind vorbei: Knapp 200 Menschen kamen in den vergangenen Tagen aus Afrika an den spanischen Küsten an. Damit wächst auch die Sorge, dass Migranten das Coronavirus zurückbringen könnten, das Spanien und Italien gerade erst unter Kontrolle gebracht haben.

Auf der spanischen Atlantikinsel Fuerteventura stieg die Zahl der infizierten Migranten auf mehr als 30. Sie kamen mit zwei Booten aus der von Marokko annektierten Westsahara. Von dort aus versuchen immer mehr Migranten, auf die spanischen Kanaren zu gelangen.

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