Trump beschenkt sogar die Toten


Der amerikanische Präsident tut gerne so, als ob die Ende März vom Kongress bewilligten Corona-Direktzahlungen an die Bevölkerung von ihm persönlich kämen. Nun muss Trump auch dafür geradestehen, dass 1,4 Milliarden Dollar an Verstorbene geschickt wurden.

Martin Lanz | Neue Zürcher Zeitung

Das US-Finanzministerium in Washington DC bedenkt während der Corona-Pandemie auch die Verstorbenen mit Hilfszahlungen. Imago

Just zum Zeitpunkt, wo in Washington die Diskussion über ein weiteres Corona-Stützungspaket zugunsten der amerikanischen Bevölkerung Fahrt aufnimmt, bestätigt der Rechnungshof (Government Accountability Office, GAO), was anekdotisch bereits bekannt war: Im Bestreben darum, während der Krise möglichst rasch Geld unter die Leute zu bringen, hat die Regierung Trump auch Hunderte Millionen Dollar an Verstorbene ausbezahlt.

Im Rahmen des dritten Hilfspakets (Cares Act) hatte der Kongress unter anderem Direktzahlungen an die US-Bevölkerung beschlossen (Economic Impact Payments). Die Idee war, im April auf dem Höhepunkt des Lockdowns jedem Erwachsenen mit einer Direktzahlung von 1200 $ über die Runden zu helfen; pro Kind wurden 500 $ ausgeschüttet. Eine vierköpfige Familie mit einem Gesamteinkommen von bis zu 150 000 $ hatte so Anspruch auf total 3400 $.

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