Attila Hildmann: Merkel bleibt Kommunistin, China hat Schuld und Trump wird uns alle retten


Vegan-Koch Attila Hildmann hangelt sich von einer kruden Verschwörungstheorie zur nächsten. Ein Kommentar als Fortsetzungsgeschichte.

Katja Thorwarth | Frankfurter Rundschau

Attila Hildmann dreht mal wieder an der ganz großen Schraube. © picture alliance/dpa/Christoph Soeder

Wer denkt, dass es um Attila Hildmann mittlerweile ruhig geworden ist, der täuscht sich gewaltig. Kürzlich erst hat er erklärt, dass Kanzlerin Merkel, diese „Kommunistin“, schlimmer sei, als Adolf Hitler: „HITLER WAR EIN SEGEN FÜR DEUTSCHLAND IM VERGLEICH ZU MERKEL DIESER KOMMUNISTIN.“ 

Das sagt einer, der sich stets von der extremen Rechten – eigenlogisch erfolglos – zu distanzieren versucht. Sich allerdings, man könnte sagen manisch, an China abarbeitet. Dort würden „eine Millionen Menschen in Konzentrationslager“ eingesperrt und gefoltert. Ach. Und was, Herr Hildmann, hat Hitler gemacht? 

Attila Hildmann und das Coronakillervirus

Geschenkt, die Fakten basierte Ratioebene ist dem Mann fremd, der „Mein Kampf“ gleich mal als Slogan für sich adaptiert hat. Nur, welchen Kampf führt er? Das Coronavirus, das er „Zwinker Zwinker“ in einer Rede in Berlin ironisch als  „Coronakillervirus“ abtut, ist, kommt dieser aus China, gleich eine ganz andere Nummer: Von dort wird Corona zum „leisen Angriffskrieg … auf die Freie Welt“. Und aufgrund eines „neuen Ausbruchs“ – nein, er meint nicht Tönnies, sondern Peking – müssten Flugverbindungen zu China nach dem Vorbild Donald Trumps „gekappt“ werden. Eben wegen eines „schlimmen Killervirus“. 

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