Philosoph Ladwig: Vom Menschen dominierte Nutztierhaltung abschaffen


Bernd Ladwig, Professor für politische Theorie und Philosophie an der FU Berlin, fordert, Tieren gesetzlich dieselben Grundrechte zuzusprechen wie Menschen. Es gebe keinen Grund, Individuen nur aufgrund ihres Erbguts zu diskriminieren, sagte Ladwig im Dlf.

Bernd Ladwig im Gespräch mit Birgid Becker | Deutschlandfunk

Der Politikwissenschaftler und Philosoph Bernd Ladwig fordert: Grundrechte auch für Tiere. (Deutschlandradio – Andreas Buron)

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht einer Mutter, nicht von ihrem Kind getrennt zu werden, das Recht, nicht in engen Räumen eingesperrt zu werden: Tiere hätten in vielerlei Hinsicht die gleichen Bedürfnisse wie Menschen, sagte Ladwig im Dlf.

„Tiere sind wir ja auch“, erklärte er weiter. „Was uns von anderen Tieren unterscheidet ist, dass wir über unsere Pflichten nachdenken können und aus Einsicht Veränderungen vornehmen können. Wir sind deswegen auch moralisch verantwortlich.“

Er betrachte Tiere unter dem Gesichtspunkt, dass es Individuen seien, denen es etwas ausmache, wie wir als Menschen sie behandelten, „die etwas empfinden können, die leiden können, die Freude empfinden können und Ähnliches mehr.“ Es sei falsch, Individuen nur aufgrund ihres Erbgutes zu diskriminieren.

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