Verschandelung religiöser Bilder in Spanien geht weiter: Entstellte Immaculata zieht Kreise


In Spanien ist erneut ein religiöses Gemälde durch zweifelhafte Restauratorenhände verschandelt worden: nach einem „Ecce Homo“ vor Jahren in Aragonien hat es nun eine „Immaculata“ erwischt.

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Two attempts were made to ‚restore‘ the copy of Murillo’s painting. Europa Press

Es begab sich im Jahr des Herrn 2012, da ging eine Geschichte aus dem Dorf Borja in Aragonien um die Welt. Die schon angejahrte Hobby-Restauratorin Cecilia Gimenez hatte das Bild eines „Ecce Homo“ in Unkenntnis von Technik und Malerei in eine Art Affengestalt verwandelt. Sie war die Arbeit mit Einverständnis, aber ohne Aufsicht des Klerus angegangen. Das Ergebnis war derart unglaublich und auf traurige Art lachhaft, dass das Gemälde – befeuert durch die Medien – einen Besucherboom auslöste. 

Autodidaktische Restauratoren am Werk

2019 erregte erneut eine missglückte Restaurierung die Gemüter von Kunstexperten. Diesmal waren zwei Skulpturen einer katholischen Kirche in der Stadt Lora del Rio in der Provinz Sevilla betroffen. Die Holzfiguren aus dem 18. Jahrhundert zeigen den heiligen Josef und die heilige Maria von Ägypten. Wie auf Vorher-Nachher-Fotos zu erkennen ist, wurden die ursprünglich dezent und filigran gestalteten Kunstschätze grob mit bunten Farben übermalt. Wieder war ein autodidaktischer Restaurator verantwortlich. 

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