Allah sei Dank bin ich Atheist: Es lohnt sich


»Warum ist eine Propaganda, die an den Hass appelliert, so ungleich erfolgreicher als irgendein Versuch, freundschaftliche Gefühle zu erwecken?«

Amed Sherwan | jungle world

Dieses Zitat von Russell steht am Anfang meines Buchs und das hat einen guten Grund. Denn ich war auch mal kurz davor, in die Falle zu tappen und mich dem Hass hinzugeben. Nach der Folter, der Inhaftierung, der Ächtung, der Flucht und den weiteren Attacken durch fanatischen Muslim*innen in Deutschland war ich von Hass förmlich besessen. Ich hatte panische Angst vor der Islamisierung, fand alle Gläubige scheiße und hatte krasse Gewaltphantasien.

Ich sah nur noch das Schlechte. Es ging so weit, dass ich in einer Situation, wo mein muslimischer Freund mich vor einem Angriff eines Muslimen beschütze, nur noch die Aktion des Angreifers sah und nicht meinen Freund. Deswegen verstehe ich, warum einige Ex-Muslim*innen, alle Muslim*innen pauschal verurteilen und sich mit Leuten zusammentun, die genauso denken. Gefährlich finde ich es trotzdem.

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