Damaszener Stahl aus dem 3D-Drucker


Gemasert wie ein altes Schwert: Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich geschichteter Stahl im 3D-Drucker herstellen lässt. Wie der klassische Damaszener Stahl alter Waffen kombiniert dieses Material harte und weiche Lagen und wird dadurch besonders zäh und belastbar. Möglich wird dies durch eine geschickte Kombination aus Abkühlung und Erhitzen, die die Kristallstruktur des Metalls verändert.

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Wie beim klassischen Damaszener Stahl wechseln sich bei diesem 3D-gedruckten Stahl harte, dunkle mit weicheren hellen Schichten ab. © Frank Vinken

Aus der Not geboren: Schmiede des Altertums konnten die Eigenschaften von Eisenlegierungen nur über deren Kohlenstoffgehalt beeinflussen – indem sie beispielsweise Asche untermischten. So erhielten sie entweder einen weichen und zähen oder einen harten, aber spröden Stahl. Vor allem für Schwerter war jedoch ein zähes und hartes Material gefragt, damit die Klingen in einer Schlacht nicht brachen oder verbogen.

Schon keltische Schmiede kombinierten daher verschiedene Eisenlegierungen, später entwickelten europäische Schmiede die Kunst, solche Legierungen zu vielen dünnen Schichten zu falten und zu vereinen. Dieser schichtartige Aufbau des Damaszener Stahls oder Damasts ist an seinem charakteristischen Streifenmuster zu erkennen. Der Aufwand, um solche Verbundmetalle herzustellen, ist allerdings relativ hoch.

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