Opfer-Initiative: Kirche darf „Säulenheilige“ nicht schonen „Falsches Schutzbedürfnis“


Missbrauchsopfer haben vom Erzbistum München und Freising mehr Einsatz für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch verlangt. Es wäre ein falsch verstandenes Schutzbedürfnis, die „Säulenheiligen“ zu schonen. 

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Der Sprecher der Betroffenen-Initiative „Eckiger Tisch“, Matthias Katsch, verwies in der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenende) unter anderem auf die Rolle Joseph Ratzingers, der von 1977 bis 1982 Erzbischof in München war, bevor er Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan und 2005 Papst wurde: „Er hat nichts aktiv dazu beigetragen, dass es voran geht mit der Aufarbeitung in seinem ehemaligen Bistum.“ Katsch äußerte die Vermutung, die Gefahr, dass „ein Denkmal einstürzt“, habe sich bisher hemmend auf die Aufklärungsbemühungen in der Kirche ausgewirkt, nicht nur in München.

„Dinge müssen jetzt ans Licht“

„Die Gefahr für die Kirche ist aber viel größer, wenn sie aus falsch verstandenem Schutzbedürfnis gegenüber solch herausragenden Personen versucht schönzureden. Das beschädigt die Kirche wie nichts anderes. Die Dinge müssen jetzt ans Licht.“

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