Evangelische Kirche plant weitgehende Reformen


Wegen des Mitgliederrückgangs plant die evangelische Kirche weitgehende Reformen. Die Lage sei „sehr ernst, aber wir werden uns auch nicht entmutigen lassen“, sagte die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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Das Kirchenparlament soll im November über Veränderungen in der Struktur und Ausrichtung der EKD und ihrer 20 Landeskirchen entscheiden. Für alle Bereiche, in der die Kirche aktiv ist, werde eine Neukonzeptionierung vorgelegt, sagte Schwaetzer.

Die Beratung der Synode soll den Abschluss eines zweijährigen Diskussionsprozesses über Reformen in der evangelischen Kirche bilden. Eine selbst von ihr in Auftrag gegebene Prognose geht davon aus, dass sich die Zahl der Kirchenmitglieder bis zum Jahr 2060 halbiert.

„Die Corona-Krise hat offengelegt, dass die Schwäche der christlichen Kirche auch mit einer Glaubenskrise zu tun hat“, sagte Schwaetzer. Zuallererst wolle die EKD mit einer „geistlichen Orientierung“ dagegenwirken. Der Verlust an Mitgliedern wird sich aber auch finanziell auswirken, was sich durch die Corona-Krise noch verschärft.

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