Korallengarten vor Grönland entdeckt


Oase der Tiefsee: Vor der Küste von Westgrönland haben Forscher ausgedehnte Korallengärten entdeckt – artenreiche Gemeinschaften von Korallen, Anemonen und anderen Meerestieren. Sie gedeihen am Kontinentalhang in rund 500 Meter Tiefe trotz Dunkelheit, Kälte und hohem Druck. Dieser Fund demonstriere, wie wenig die Tiefsee bislang erkundet sei, sagen die Forscher. Die neuentdeckten Lebensgemeinschaften könnten jedoch durch Schleppnetzfischerei akut bedroht sein.

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Seeanemonen, Weichkorallen und andere Nessile Meerestiere bilden vor Grönlands Westküste einen Korallengarten in 500 Metern Tiefe. © ZSL/GINR

Viele Korallen leben in sonnendurchfluteten tropischen Gewässern – aber längst nicht alle: Kaltwasserkorallen können auch dort gedeihen, wo das Wasser kalt und das Licht eher spärlich ist, wie an den Kontinentalhängen der Ozeane und sogar in der Tiefsee. Vor Mauretanien bilden diese Tiefseekorallen sogar das größte Kaltwasser-Riff der Erde, aber auch vor Yucatan, in Skandinavien und vor Südgrönland haben Forscher schon Korallen entdeckt.

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