Berlin erspart 1000 Verurteilten Gefängnis statt Geldstrafe


Corona-Glück für Schwarzfahrer oder Ladendiebe: Wer eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten müsste, dem erlässt der Justizsenator sie. Andere werden einbestellt.

DER TAGESSPIEGEL

Unterschrieb den Gnadenerlass: Berlins Justizsenator Dirk Behrendt.Foto: Christophe Gateau/dpa

Die Berliner Justiz zeigt sich in der Coronakrise milde und verzichtet auf das Verbüßen von Ersatzfreiheitsstrafen. Justizsenator Dirk Behrendt hat einen Corona-Gnadenerweis unterschrieben, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Die Pandemie sei nicht vorbei, es sollten „zu vielen Bewegungen rein – raus“ in den Haftanstalten vermieden werden, sagte der Grünen-Politiker.

Der Strafvollzug sei bisher „durchaus erfolgreich“ durch die Krise gekommen. In den geschlossenen Anstalten habe es keinen einzigen Infizierten gegeben, im offenen Vollzug zwei Fälle. Mitte Juni saßen etwa 3000 Gefangene hinter Gittern – ein historischer Tiefstand.

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