Maya vergifteten ihr eigenes Wasser


Doppelt giftig: Die Bewohner der Mayastadt Tikal vergifteten ihre eigenen Wasservorräte – und beschleunigten so ihren Niedergang, wie Analysen nun enthüllen. Durch Quecksilber und giftige Algen wurde demnach das Wasser der Reservoire gegen Ende der Maya-Periode giftig und ungenießbar. Ursachen der Kontamination waren eine quecksilberhaltige rote Farbe, mit der Gebäude und Plätze gestrichen waren, sowie die Überdüngung der Teiche durch Essenreste.

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Blick auf die Ruinen der Mayastadt Tikal. Ihre Bewohner könnten versehentlich ihre eigenen Wasservorräte vergiftet haben. © shark/ wikipedia litauen/ /CC-by-sa 3.0

Mehr als 2.000 Jahre lang herrschten die Maya über weite Teile Mittelamerikas. Sie errichteten gewaltige Monumentalbauten, Tempelpyramiden und ausgeklügelte hydraulische Bewässerungssysteme für ihre Städte. Doch um 900 nach Christus wurden viele der großen Maya-Städte wie Palenque, Chichen Itza oder Tikal verlassen, das Maya-Reich zerfiel. Die Ursachen für diesen Niedergang sind strittig, als wahrscheinliche Gründe gelten aber ein trockener werdendes Klima, die Übernutzung der Böden und auch innere Konflikte.

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