USA kaufen laut „Guardian“ nahezu alle Bestände an Remdesivir

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Die USA haben nahezu die kompletten weltweiten Bestände des Medikaments Remdesivir gekauft. Das berichtet die britische Zeitung „Guardian“. Das Mittel, das zur Therapie gegen Ebola entwickelt worden war, gilt als Hoffnungsträger in der Behandlung von Covid-19.

Dlf Nachrichten

Hamburg, Universitätsklinikum Eppendorf (UKE): Zwei Ampullen des Medikamentes Remdesivir stehen während einer Pressekonferenz auf einem Tisch. (dpa/Ulrich Perrey)

Dem Bericht zufolge kaufte die Regierung von Präsident Trump mehr als 500.000 Dosen des Mittels bei dem amerikanischen Hersteller Gilead Sciences. Das sei die komplette Produktion im Juli sowie 90 Prozent der Kapazität im August und September. Dadurch könnte das Mittel für Covid-19-Patienten dem Rest der Welt weitestgehend erst ab Oktober zur Verfügung stehen.

USA mit zahlreichen Neuinfektionen

In den USA war die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Innerhalb eines Tages gab es Reuters-Daten zufolge mehr als 47.000 neue Infektionen. Kalifornien, Texas und Arizona haben sich zu neuen Epizentren entwickelt. Es sei eindeutig, dass es momentan keine wirkliche Kontrolle gebe, sagt US-Seuchenexperte Anthony Fauci vor einem Senatsausschuss. Er befürchtet, dass die tägliche Zahl an Neuinfektionen bis zu 100.000 betragen könnte, sollte nicht gegengesteuert werden.

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